PRESS GUIDE

[published]: 2004, October
[in]: Rock Hard, Vol. 22, No. 209
[article]: 'Kick Axe IV' album review
[by]: Wolfram Kuper

Kick Axe - IV
von Wolfram Kuper
Note: 7.5

Mit KICK AXE meldet sich ein weiteres Urgestein der Hardrock-Szene der achtziger Jahre zuruck. Mit ihrem Debut "Vices" schafften die Kanadier ein kleines Genre-Meisterwerk und konnten vor allem in ihrem Heimatland und den USA kraftig abraumen (u.a. gab es fur das Album eine Goldene Schallplatte) sowie Auftritte in den grossten Hallen durchziehen. Mit den beiden Nachfolgealben gelang es allerdings nicht, das hohe Niveau zu halten. So loste man sich 1987 konsequenterweise auf, bevor man Anfang der Neunziger sicherlich als typisches Grunge-Opfer geendet ware.

Heute ist die Truppe fast in Originalbesetzung wieder am Start (nur Sanger George Criston, der mittlerweile mit Dido und Avril Lavigne zusammenarbeitet, wurde durch seinen Vorganger Gary Langen ersetzt), und sie macht das, was sie schon fruher am besten konnte: kraftvollen Hardrock mit klasse Melodien. Dabei geht man die Sache mittlerweile etwas ruhiger und reifer als in der Vergangenheit an und lasst seine Einflusse Led Zeppelin ('Consolation') und Uriah Heep ('Time') stellenweise deutlicher durchschimmern. Herausgekommen ist ein wirklich schones und zeitloses Album mit 14 brandneuen Nummern, die zwar weniger rocken als fruher, die Tradition des melodischen, relaxten Ohrwurm-Hardrock in der Schule von Great White oder Kingdom Come aber niveauvoll weiterfuhren. Titel wie 'Rockin' Daze' oder 'Rock'n'Roll Dog' sprechen da fur sich.